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Keto-Wildschweinschulter als Schmorbraten mit Rotwein-Wacholder-Jus

Aufgeschnittene geschmorte Wildschweinschulter auf einer Platte, übergossen mit dunkler glänzender Rotwein-Jus
Nach drei Stunden im Ofen lässt sich die Schulter mit dem Löffel teilen – die Jus glänzt ganz ohne Mehl.
Zutaten für den Schmorbraten: Wildschweinschulter ohne Knochen, Speckwürfel, Schalotten, Lauch, Knollensellerie, Wacholderbeeren, Lorbeer und Rotwein
Wildschweinschulter, Röstgemüse, Speck, Wacholder und Rotwein – mehr braucht der Braten nicht.
Wildschweinschulter brät im gusseisernen Bräter scharf an, daneben das angeröstete Gemüse mit Tomatenmark
Erst das Fleisch rundum kräftig anbraten, dann das Gemüse im gleichen Bräter rösten.

Ein Keto-Schmorbraten hat einen Vorteil, den kein Kurzgebratenes bietet: Die Sauce entsteht von allein und braucht keine Bindung aus Mehl. Die Wildschweinschulter ist dafür das ideale Stück – zäh und durchzogen im rohen Zustand, nach drei Stunden bei niedriger Hitze aber butterweich. Ab September kommt heimisches Schwarzwild frisch in den Handel, und der Braten landet bei ca. 4 g Netto-Kohlenhydraten pro Portion.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zubereitungszeit: ca. 4 Stunden, davon nur 30 Minuten aktive Arbeit – ein klassischer Sonntagsbraten.
  • Nur ca. 4 g Netto-Kohlenhydrate und 35 g Fett pro Portion.
  • Zutaten: Wildschweinschulter, Speck, Schalotten, Lauch, Knollensellerie, Rotwein, Wildfond, Wacholderbeeren.
  • Geeignet für alle, die zur Wildsaison für mehrere Gäste kochen und den Braten am Vortag vorbereiten wollen.

Zutaten

Eine Portion sind rund 165 g geschmortes Fleisch mit etwa 90 ml Jus.

Portionen
Menge Zutat Hinweis
Wildschweinschulter ohne Knochen, pariert und mit Küchengarn in Form gebunden
ohne Knochen, pariert und mit Küchengarn in Form gebunden
durchwachsener Speck in Würfel geschnitten
in Würfel geschnitten
Butterschmalz ca. 2 EL, zum scharfen Anbraten
ca. 2 EL, zum scharfen Anbraten
Schalotten ca. 4 Schalotten, grob gewürfelt
ca. 4 Schalotten, grob gewürfelt
Lauch ca. 1 Stange, nur der helle Teil, in Ringen
ca. 1 Stange, nur der helle Teil, in Ringen
Knollensellerie ca. 1/4 Knolle, grob gewürfelt; ersatzweise Stangensellerie
ca. 1/4 Knolle, grob gewürfelt; ersatzweise Stangensellerie
Knoblauchzehen ungeschält angedrückt
ungeschält angedrückt
Tomatenmark dreifach konzentriert, mitrösten bis es dunkelt
dreifach konzentriert, mitrösten bis es dunkelt
Rotwein trocken; alkoholfrei: Wildfond mit 15 ml Rotweinessig
trocken; alkoholfrei: Wildfond mit 15 ml Rotweinessig
Wildfond ungebunden, möglichst ohne Zuckerzusatz
ungebunden, möglichst ohne Zuckerzusatz
Sahne Schlagsahne 30 % Fett, erst am Ende in die Jus
Schlagsahne 30 % Fett, erst am Ende in die Jus
Butter eiskalt in Würfeln, zum Montieren der Jus
eiskalt in Würfeln, zum Montieren der Jus
Zartbitterschokolade 90 % Kakao, ohne Zuckerzusatz
90 % Kakao, ohne Zuckerzusatz
Wacholderbeeren angedrückt
angedrückt
Lorbeerblätter -
Pimentkörner angedrückt
angedrückt
Thymian ca. 4 Zweige
ca. 4 Zweige
Rosmarin ca. 1 Zweig
ca. 1 Zweig
Salz die Hälfte ans Fleisch, die Hälfte erst zum Abschmecken der Jus
die Hälfte ans Fleisch, die Hälfte erst zum Abschmecken der Jus
Pfeffer grob gemahlen
grob gemahlen

Zubereitung

Gesamte Zubereitungszeit 243 Min.
1 12 Min.
2 8 Min.
3 10 Min.
4 180 Min.
5 15 Min.
6 6 Min.
7 12 Min.
  1. Fleisch vorbereiten und anbraten

    ca. 12 Minuten
    1400  g Wildschweinschulter ohne Knochen, pariert und mit Küchengarn in Form gebunden
    30  ml Butterschmalz ca. 2 EL, zum scharfen Anbraten
    1  TL Pfeffer grob gemahlen

    Die Wildschweinschulter (1400 g) trocken tupfen, mit der Hälfte des Salzes (1 TL) und dem Pfeffer (1 TL) einreiben. Das Butterschmalz (2 EL, 30 ml) im Bräter stark erhitzen und das Fleisch rundum kräftig anbraten, bis es überall dunkelbraune Farbe hat. Herausnehmen und beiseitestellen.

  2. Röstgemüse ansetzen

    ca. 8 Minuten
    120  g Schalotten ca. 4 Schalotten, grob gewürfelt
    100  g Lauch ca. 1 Stange, nur der helle Teil, in Ringen
    150  g Knollensellerie ca. 1/4 Knolle, grob gewürfelt; ersatzweise Stangensellerie
    3  Zehen Knoblauchzehen ungeschält angedrückt

    Die Speckwürfel (100 g) im gleichen Bräter auslassen, dann Schalotten (120 g), Lauch (100 g), Knollensellerie (150 g) und die angedrückten Knoblauchzehen (3 Zehen) zugeben und kräftig rösten, bis das Gemüse Farbe nimmt.

  3. Ablöschen

    ca. 10 Minuten
    30  g Tomatenmark dreifach konzentriert, mitrösten bis es dunkelt
    300  ml Rotwein trocken; alkoholfrei: Wildfond mit 15 ml Rotweinessig

    Das Tomatenmark (30 g) unterrühren und eine Minute mitrösten, bis es dunkelt. Dann in zwei Durchgängen mit dem Rotwein (300 ml) ablöschen und jedes Mal fast vollständig einkochen lassen.

  4. Schmoren

    ca. 3 Stunden
    500  ml Wildfond ungebunden, möglichst ohne Zuckerzusatz
    8  Stück Wacholderbeeren angedrückt
    2  Stück Lorbeerblätter
    5  g Thymian ca. 4 Zweige
    3  g Rosmarin ca. 1 Zweig

    Den Wildfond (500 ml), die angedrückten Wacholderbeeren (8 Stück), Lorbeerblätter (2 Stück), Piment (3 Körner), Thymian (5 g) und Rosmarin (3 g) zugeben und das Fleisch zurücklegen – die Flüssigkeit soll es zu etwa zwei Dritteln bedecken. Zugedeckt bei 150 °C schmoren, bis eine Gabel ohne Widerstand hineingleitet.

  5. Jus reduzieren

    ca. 15 Minuten

    Das Fleisch herausheben und abgedeckt warm stellen. Die Jus durch ein feines Sieb in einen Topf gießen, das Gemüse dabei nur leicht ausdrücken, und offen auf etwa die Hälfte einkochen.

  6. Jus montieren

    ca. 6 Minuten
    150  ml Sahne Schlagsahne 30 % Fett, erst am Ende in die Jus
    60  g Butter eiskalt in Würfeln, zum Montieren der Jus
    10  g Zartbitterschokolade 90 % Kakao, ohne Zuckerzusatz
    2  TL Salz die Hälfte ans Fleisch, die Hälfte erst zum Abschmecken der Jus

    Die Sahne (150 ml) und die Zartbitterschokolade (10 g) einrühren und kurz aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die eiskalte Butter (60 g) nach und nach einschwenken, bis die Jus sämig glänzt. Nicht mehr kochen lassen und mit dem restlichen Salz (1 TL) abschmecken.

  7. Anrichten

    ca. 12 Minuten

    Das Küchengarn entfernen, den Braten 10 Minuten ruhen lassen, quer zur Faser in dicke Scheiben schneiden und mit der Jus auf vorgewärmten Tellern anrichten.

Geschafft! Guten Appetit - lass es dir richtig schmecken.

Welche Tipps helfen beim Schmorbraten?

  • Das Fleisch vor dem Anbraten gründlich trocken tupfen – feuchte Oberflächen bekommen keine Röstaromen.
  • Den Bräter beim Anbraten nicht überladen und das Fleisch erst wenden, wenn es sich von allein löst.
  • Das Tomatenmark eine Minute mitrösten, bis es dunkler wird – das nimmt ihm die Säure.
  • In zwei bis drei Durchgängen mit Rotwein ablöschen und jedes Mal fast vollständig einkochen, das gibt Tiefe.
  • Die Flüssigkeit soll das Fleisch nur zu zwei Dritteln bedecken, sonst kocht es statt zu schmoren.
  • Den Deckel geschlossen halten und die Ofentemperatur bei 150 °C belassen – höher wird das magere Wild faserig.
  • Die Jus erst am Ende salzen, weil sie durch das Reduzieren stark konzentriert.

Warum passt ein Schmorbraten so gut zu einer ketogenen Ernährung?

Wildschweinfleisch enthält keine Kohlenhydrate und liefert pro 100 g rund 110 kcal, 21 g Eiweiß und etwa 3 g Fett. Kohlenhydrate kommen bei einem klassischen Braten fast ausschließlich aus zwei Quellen: aus der Saucenbindung und aus der Beilage. Eine konventionelle Bratensauce wird mit Mehl, Speisestärke oder Saucenbinder angedickt und bringt so 6 bis 12 g Kohlenhydrate pro Portion mit; Semmel- oder Kartoffelknödel legen weitere 30 bis 45 g drauf. Genau diese beiden Posten fallen hier weg. Die Jus wird eingekocht und am Ende mit eiskalter Butter montiert – die Bindung entsteht durch Emulsion, nicht durch Stärke. Dazu passt Selleriepüree oder Rahmwirsing statt Knödel. Übrig bleiben ca. 4 g Netto-Kohlenhydrate pro Portion, die aus reduziertem Rotwein (ca. 1,2 g), Röstgemüse (ca. 1,5 g), Sahne (ca. 0,8 g) und Tomatenmark stammen. Weil Wild von Natur aus sehr mager ist, muss das Fett über die Zubereitung dazukommen: Speck, Butter und Sahne bringen die Portion auf 35 g Fett und damit auf rund 55 Prozent der Energie. Wild liefert außerdem deutlich mehr Eisen und Zink als Schweinefleisch aus der Mast, was bei einer Ernährung ohne angereicherte Getreideprodukte relevant ist.

Quelle: FDDB Nährwertdatenbank , NIH Office of Dietary Supplements – Zinc

Bratensauce binden ohne Mehl und Saucenbinder

Drei Techniken ersetzen die Mehlschwitze. Erstens Reduzieren: Der passierte Fond kocht offen ein, bis er die halbe Menge erreicht hat – dabei konzentriert sich die Gelatine aus dem Fleisch und sorgt selbst für Körper. Zweitens Montieren: Eiskalte Butterwürfel werden vom Herd genommen eingeschwenkt, bis die Sauce sämig glänzt; sie darf dabei nicht mehr kochen, sonst trennt sich die Emulsion. Drittens ein Löffel Sahne, der die Säure des Rotweins abrundet. Eine kleine Menge Zartbitterschokolade mit 90 Prozent Kakao gibt Tiefe, ohne den Kohlenhydratwert messbar zu verändern – 10 g auf die gesamte Sauce entsprechen etwa 0,2 g pro Portion.

Netto-Kohlenhydrate planbar halten

Der Rotwein ist der größte Einzelposten. Wer strenger rechnet, ersetzt 150 der 300 ml durch Wildfond und gibt 10 ml Rotweinessig dazu – das spart etwa 0,6 g pro Portion, ohne dass die Säure fehlt. Das Röstgemüse landet ohnehin im Sieb und gibt nur einen Teil seiner Kohlenhydrate an die Sauce ab; man kann den Knollensellerie durch Stangensellerie ersetzen und weitere 0,4 g sparen. Kritisch wird es erst bei der Beilage: Preiselbeeren, Rotkohl mit Apfel oder Knödel bringen 12 bis 45 g dazu und machen den Keto-Vorteil des Bratens zunichte.

Wie serviere und variiere ich die Wildschweinschulter?

Den Braten aus dem Bräter heben, 10 Minuten ruhen lassen und quer zur Faser in dicke Scheiben schneiden – bei wirklich weich geschmortem Fleisch zerfällt es dabei, das ist normal und erwünscht. Dazu passen Selleriepüree, Rahmwirsing oder gebratene Pilze. In der Praxis schmeckt dieser Braten am zweiten Tag besser als am ersten, weil das Fleisch über Nacht in der Jus weiter Aroma zieht; wer Gäste hat, kocht ihn deshalb am Vortag und wärmt ihn nur auf. Wildschwein ist ab September frisch aus heimischer Jagd verfügbar und kostet dann deutlich weniger als Importware aus der Tiefkühlung – beim Metzger oder direkt beim Jäger nach der Schulter ohne Knochen fragen und sie parieren lassen.

Meal-Prep und Aufwärmen

Schmorbraten ist eines der wenigen Fleischgerichte, die vom Aufwärmen profitieren. Am besten lässt du den Braten nach dem Schmoren komplett in der Jus abkühlen und stellst ihn im geschlossenen Bräter für bis zu 3 Tage in den Kühlschrank. Zum Servieren im Ganzen bei 140 °C etwa 40 Minuten erwärmen und die Jus erst danach passieren und montieren. Portionsweise eingefroren hält er sich 3 Monate; auftauen über Nacht im Kühlschrank, nie in der Mikrowelle, sonst wird das magere Fleisch trocken. Die montierte Jus friert man besser nicht ein – sie trennt sich. Reste eignen sich kalt als Aufschnitt oder klein gezupft in einer Pilzpfanne.

Ohne Wildschwein und ohne Rotwein

Statt Wildschweinschulter funktioniert Hirsch- oder Rehschulter mit der gleichen Schmorzeit; beide sind noch magerer, deshalb dann 20 g mehr Butter in die Jus geben. Wer kein Wild bekommt, nimmt Schweineschulter vom Duroc oder Rinderschulter – bei Rind verlängert sich die Schmorzeit auf etwa 4 Stunden, bei Schwein bleibt sie gleich, dafür steigt der Fettanteil deutlich. Für die alkoholfreie Variante ersetzt du den Rotwein durch die gleiche Menge Wildfond plus 15 ml Rotweinessig und 5 ml dunklen Balsamico. Beim Schmoren verdampft der Alkohol übrigens nicht vollständig, auch nach drei Stunden bleiben Spuren übrig.

Nährwerttabelle

NährwertJe 100 gPro PortionKeto-Einordnung
Kalorien ca. 226 kcal ca. 575 kcal Eine vollwertige Hauptmahlzeit; mit Selleriepüree als Beilage kommen rund 120 kcal dazu.
Eine vollwertige Hauptmahlzeit; mit Selleriepüree als Beilage kommen rund 120 kcal dazu.
Fett ca. 13,7 g ca. 35 g Rund 55 % der Energie – das Fett stammt aus Speck, Butter und Sahne, nicht aus dem Fleisch.
Rund 55 % der Energie – das Fett stammt aus Speck, Butter und Sahne, nicht aus dem Fleisch.
Netto-Kohlenhydrate ca. 1,6 g ca. 4 g Sehr niedrig, weil die Jus ohne Mehl gebunden wird und Knödel entfallen.
Sehr niedrig, weil die Jus ohne Mehl gebunden wird und Knödel entfallen.
Zucker ca. 0,6 g ca. 1,5 g Aus Röstgemüse, Tomatenmark und reduziertem Rotwein – zugesetzten Zucker enthält das Rezept nicht.
Aus Röstgemüse, Tomatenmark und reduziertem Rotwein – zugesetzten Zucker enthält das Rezept nicht.
Eiweiß ca. 20,4 g ca. 52 g Sehr hoch. Wer Eiweiß begrenzt, plant 180 statt 230 g Fleisch pro Portion ein.
Sehr hoch. Wer Eiweiß begrenzt, plant 180 statt 230 g Fleisch pro Portion ein.
Salz ca. 0,67 g ca. 1,7 g Moderat; der Wildfond salzt bereits, deshalb erst nach dem Reduzieren abschmecken.
Moderat; der Wildfond salzt bereits, deshalb erst nach dem Reduzieren abschmecken.

Hinweis: Die Nährwerte sind geschätzte Durchschnittswerte je 100 g und können je nach verwendeten Zutaten, Marken, Portionsgröße und Zubereitung abweichen. Sie ersetzen keine individuelle Ernährungs- oder medizinische Beratung.

Häufige Fragen

Ist Wildschweinfleisch bei einer ketogenen Ernährung geeignet?

Ja, uneingeschränkt. Wildschwein enthält keine Kohlenhydrate und liefert pro 100 g etwa 21 g Eiweiß bei nur rund 3 g Fett. Weil es so mager ist, muss das Fett bei Keto über die Zubereitung dazukommen – hier über Speck, kalt montierte Butter und einen Schuss Sahne in der Jus. Damit erreicht die Portion 35 g Fett.

Womit ersetze ich Knödel und Kartoffeln als Beilage?

Selleriepüree kommt der Konsistenz von Kartoffelpüree am nächsten und liegt bei etwa 3 g Netto-Kohlenhydraten pro Portion. Blumenkohlstampf mit viel Butter ist die noch kohlenhydratärmere Variante. Rahmwirsing oder gebratene Pilze passen geschmacklich ebenfalls und liegen unter 4 g. Semmelknödel würden dagegen allein 30 bis 40 g beitragen.

Hilft Schmorbraten beim Abnehmen mit Keto?

Er sättigt sehr gut, weil 52 g Eiweiß pro Portion und das Fett aus der Jus zusammen lange vorhalten. Mit 575 kcal ist die Portion allerdings groß. Im Kaloriendefizit reduzierst du das Fleisch auf 180 g pro Portion und montierst die Jus mit 40 statt 60 g Butter – dann liegt die Portion bei rund 450 kcal, ohne dass die Netto-Kohlenhydrate steigen.

Woran erkenne ich, dass der Braten fertig ist?

Am Widerstand, nicht an der Uhr. Wenn sich eine Gabel ohne Kraftaufwand ins dickste Stück schieben und wieder herausziehen lässt, ist das Bindegewebe zu Gelatine geworden. Je nach Alter des Tieres dauert das 2,5 bis 3,5 Stunden. Ein Kerntemperaturmessgerät hilft hier wenig, weil Schmorfleisch weit über 80 °C gegart wird und der Zeitpunkt vom Bindegewebe abhängt, nicht von der Temperatur.

Kann ich den Braten im Slow Cooker zubereiten?

Ja. Fleisch und Gemüse müssen trotzdem zuerst in der Pfanne angebraten werden, sonst fehlen die Röstaromen komplett. Danach alles mit der Flüssigkeit in den Slow Cooker geben und 7 bis 8 Stunden auf niedriger Stufe garen. Die Jus wird dabei dünner, weil nichts verdampft – sie muss am Ende im Topf auf dem Herd um etwa die Hälfte reduziert werden, bevor du sie montierst.

Autor bei KetoWizard

Über den Autor

Sebastian ist Ehemann, Vater von zwei Jungs in der Pubertät, Fußballtrainer und schreibt bei KetoWizard aus fundierter persönlicher Erfahrung und kontinuierlicher Recherche wissenschaftlicher Literatur.

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