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KDT 2026: Was die Keto-Fachkonferenz in Salzburg auf dem Programm hat

Heller Konferenzsaal einer Universität mit Blick auf Salzburger Altstadtdächer und Festung: Fachpublikum von hinten vor einer Leinwand mit der Willkommensfolie der KDT 2026 samt Konferenzlogo, im Vordergrund ein Pausentisch mit Avocados, Eiern, Käse, Nüssen und Kaffee
Symbolbild: Die KDT 2026 findet vom 12. bis 14. November an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg statt. Willkommensfolie nachgestellt, Logo: KDT 2026 (keto-med.com).

Vom 12. bis 14. November 2026 findet in Salzburg die Konferenz „Ketogenic Dietary Therapies (KDT) 2026“ statt, ausgerichtet von der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) und der internationalen Fachgesellschaft KetoMed. Unter dem Motto „From Empiricism to Evidence“ geht es drei Tage lang darum, wo ketogene Ernährungstherapien schon gut belegt sind und wo bisher vor allem Erfahrung zählt. Das Programm reicht von Epilepsie und Stoffwechselerkrankungen über Nierenleiden bis zur Krebsforschung. Tagungsort ist die Paracelsus Medizinische Privatuniversität. Die Konferenzsprache ist Englisch. Die Konferenz richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Forschende und Ernährungsfachkräfte, Patientinnen und Patienten können sich aber ebenfalls anmelden. Programm, Kosten und Anmeldung im Überblick.

Eckdaten: Termin, Ort und Veranstalter

Die KDT 2026 läuft von Donnerstag, 12. November, bis Samstag, 14. November 2026. Tagungsort ist Haus C der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in der Strubergasse 21 in Salzburg. Vom Hauptbahnhof sind es laut Veranstalter etwa 15 Minuten zu Fuß, die Buslinien 4 und 7 halten an der Haltestelle „Strubergasse“. Wissenschaftliche Träger sind die ÖGKJ und KetoMed, die International Society for Low Carbohydrate and Ketogenic Diets. Das Grußwort im Programm unterzeichnen Daniela Karall für die ÖGKJ und Thorsten Cramer für KetoMed. Es ist das zweite Treffen dieser Art: Die Veranstalter knüpfen an die Tagung 2024 in Innsbruck an und richten sie international aus. Eine Online-Teilnahme wird auf der Veranstalterseite nicht erwähnt.

Neurologie: Epilepsie bleibt das Kernthema

Die Epilepsie ist das klassische Einsatzgebiet der ketogenen Diät, am Freitagvormittag, 13. November, stehen zwei Sitzungen dazu im Programm. Im sogenannten INKS-Symposium spricht Eugen Trinka über ketogene Therapien beim neu auftretenden, therapierefraktären Status epilepticus bei Erwachsenen, ergänzt um Erfahrungen aus Italien. In der anschließenden Neurologie-Sitzung geht es um ketogene Ernährung bei Neugeborenen, um den GLUT1-Defekt, um seltene Epilepsieformen und sogar um Hunde mit medikamentös schwer behandelbarer Epilepsie. Weitere Vorträge behandeln die Friedreich-Ataxie und Autismus. Wer sich für die Grundlagen interessiert: Wie Ketonkörper im Gehirn wirken könnten, haben wir in unserem Beitrag zum neu beschriebenen Anfallsmechanismus zusammengefasst.

Biochemie, Stoffwechsel und Nieren

Der Eröffnungstag am 12. November beginnt mit Biochemie: Saskia Wortmann spricht über ketogene Therapien bei Mitochondriopathien, ein weiterer Vortrag behandelt alte und neue Konzepte zur biochemischen Grundlage der Ketose. Danach folgt eine eigene Sitzung zur Nephrologie. Thomas Weimbs spricht über chronische Nierenerkrankungen einschließlich polyzystischer Nierenerkrankung, weitere Vorträge befassen sich mit der autosomal-dominanten Form (ADPKD) und mit kohlenhydratarmer Ernährung bei chronischer Nierenkrankheit. Am Freitag stehen Stoffwechselthemen im Programm: Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Übergewicht und Adipositas sowie Prävention. Zum Typ-2-Diabetes haben wir bereits über eine Studie zum Vergleich mit fettarmer Kost berichtet. Weitere Vorträge behandeln Schlaf, Lebensqualität, Stillzeit und Telemedizin, also eher die Alltagsseite der Therapie. Psychiatrie nennt das Programm als Themenfeld, eine eigene Sitzung dazu ist im aktuellen Programm aber nicht ausgewiesen.

Krebsforschung am Abschlusstag

Der Samstag gehört weitgehend der Onkologie. Nach einer Sitzung unter Vorsitz von Thorsten Cramer folgen zwei Blöcke unter dem Titel „MORE Satellite: KDT and Cancer“. Wie bei allen Krebsthemen gilt: Ketogene Ernährung ist hier Gegenstand von Forschung, keine etablierte Therapie. Wie eine solche Studie konkret aussieht, zeigt etwa die KOMPARC-Studie, über die wir im Beitrag zu Keto während der Strahlentherapie berichtet haben. Wer an Krebs erkrankt ist und seine Ernährung umstellen möchte, sollte das immer mit dem behandelnden Team besprechen.

Anmeldung, Gebühren und Fortbildungspunkte

Die Anmeldung läuft online über die Konferenzseite keto-med.com, organisiert von der Innsbrucker Agentur studio12. Die Teilnahme kostet für Ärztinnen, Ärzte und Postdocs 325 Euro, für Diätologie (in Deutschland: Diätassistenz) und verwandte Berufe 275 Euro, für Studierende 175 Euro; Mitglieder von ÖGKJ oder KetoMed zahlen jeweils 50 Euro weniger. Für Patientinnen und Patienten gibt es einen eigenen Tarif von 175 Euro. Das Konferenzdinner am Freitagabend kostet 40 Euro extra. Enthalten sind alle wissenschaftlichen Sitzungen, die Ausstellung, der Begrüßungsabend und die Pausenverpflegung. Eine Anmeldefrist nennt die Seite nicht. Die Frist für Abstracts ist vorbei; neue Einreichungen kommen nur noch als Poster in Frage. Laut Stornoregel wird nur bis 30 Tage vor Beginn erstattet, bei einer Anmeldung jetzt also nicht mehr. Die Österreichische Ärztekammer hat die Konferenz mit 20 DFP-Punkten anerkannt; Teilnehmende aus Deutschland sollten bei ihrer Landesärztekammer klären, wie die Punkte angerechnet werden. Hotelkontingente gibt es nicht, die Unterkunft bucht man selbst.

Einordnung: Was die Konferenz für Keto-Interessierte bedeutet

Für Menschen, die sich ketogen ernähren, um abzunehmen oder ihre Blutzuckerwerte zu verbessern, ist die KDT 2026 vor allem ein Signal: Die Konferenz behandelt ketogene Ernährung als Therapieform, die belegt werden muss, nicht als Trend. Das Motto „From Empiricism to Evidence“ beschreibt genau diese Lücke zwischen guter Erfahrung und gesicherter Evidenz. Neue Studienergebnisse sind auf solchen Konferenzen oft zuerst als Vortrag oder Poster zu sehen, bevor sie in Fachzeitschriften erscheinen. Wir beobachten das Programm und berichten, wenn belastbare Daten veröffentlicht werden. Wer mit Keto erst anfängt, findet die Grundlagen in unserem Leitfaden Keto für Anfänger. Bei Erkrankungen gilt unabhängig davon: Eine ketogene Ernährungstherapie gehört in ärztliche Begleitung.

Häufige Fragen

Wann und wo findet die KDT 2026 statt?

Die Konferenz „Ketogenic Dietary Therapies (KDT) 2026“ findet vom 12. bis 14. November 2026 in Salzburg statt, in Haus C der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in der Strubergasse 21. Ausgerichtet wird sie von der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) und der Fachgesellschaft KetoMed.

Können auch Laien oder Betroffene an der Konferenz teilnehmen?

Ja, für Patientinnen und Patienten gibt es einen eigenen Tarif von 175 Euro. Die Konferenz ist aber eine Fachveranstaltung mit englischsprachigen wissenschaftlichen Vorträgen, einen eigenen Patiententag nennt das Programm nicht.

Welche Themen stehen auf dem Programm?

Das Programm umfasst Biochemie, Umsetzung und Telemedizin, Neurologie mit Schwerpunkt Epilepsie, Nephrologie, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Adipositas, Krebs und Prävention. Psychiatrie ist als Themenfeld genannt, hat im aktuellen Programm aber keine eigene Sitzung.

Gibt es Fortbildungspunkte für Ärztinnen und Ärzte?

Ja. Die Österreichische Ärztekammer hat die Konferenz mit 20 DFP-Punkten anerkannt, alle Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebestätigung. Wie die Punkte in Deutschland angerechnet werden, klärt man am besten vorab mit der zuständigen Landesärztekammer.

Kann man die Konferenz online verfolgen?

Auf der Veranstalterseite ist keine Online- oder Hybrid-Teilnahme erwähnt. Alle Angaben beziehen sich auf die Teilnahme vor Ort in Salzburg.

Autor bei KetoWizard

Über den Autor

Sebastian ist Ehemann, Vater von zwei Jungs in der Pubertät, Fußballtrainer und schreibt bei KetoWizard aus fundierter persönlicher Erfahrung und kontinuierlicher Recherche wissenschaftlicher Literatur.

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